Aktionswoche in Koblenz zum #BlockTddZ 2020!

++++ ÄNDERUNG ++++
Da Treffen in größeren Runden noch immer nicht ohne Risiko möglich sind, haben wir ein abwechslungsreiches Alternativprogramm für euch entworfen! Die Soli-Party & das antifaschistische Kino werden definitiv nachgeholt!

Bleibt gesund & meldet euch bei Rückfragen gerne!
Weitere Infos zum „Tag der deutschen Zukunft 2020“:  https://blocktddzworms.de/


Termine:

Montag 18.05.2020, 19 Uhr
Online-Mobi-Vortrag gegen den „Tag der deutschen Zukunft“ 2020 in Worms

Es gilt weiterhin „Kein Fußbreit den Faschist*innen“! Als erste Veranstaltung wird euch die Arbeit des  „BlockTddZ“ Bündnis & Aktionen gegen den diesjährigen „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ), ein Naziaufmarsch am 6. Juni in Worms, vorgestellt.
Seit dabei bei einem spannenden Mobi-Vortrag zum Tddz 2020

Wo? Twitch: @ANK_Streaming ( https://www.twitch.tv/ank_streaming/ ).

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Mittwoch, 20.05.2020, 19 Uhr
Antifaschistischer Online Lesekreis

Was ist eurer Lieblings-Politbuch? Gerade jetzt ist die Zeit, sich das ein oder andere vergessene Buch zu schnappen & mit anderen Menschen zu teilen. Über Jitsi können wir diese vorstellen, uns austauschen & die ein oder anderen Werke empfehlen.

Wo? Link zum Lesekreis: https://meet.jit.si/Lesekreis_KO, Passwort bekommt ihr über Mail oder den Facebook-Messenger.

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Freitag, 22.05.2020, 19 Uhr
Vortrag mit Sören Kohlhuber: „Rechte Aufmärsche in Europa – What´s the difference“

Rechte und neonazistische Aufmärsche gibt es nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Staaten. Manche sind größer, manche kleiner. Im Vortrag geht es vor allem um die Unterschiede im Vergleich zu den deutschen Neonaziaufmärschen. Kann von anderen Ländern gelernt werden oder jammert die deutsche Antifa nur gern und viel? Sören Kohlhuber beobachtet seit einigen Jahren rechte Aufmärsche und die Gegenaktivitäten in Deutschland, aber mittlerweile auch immer wieder im europäischen Ausland. Anschließend ist Raum für gemeinsame Reflexion, Fragen und Diskussion.

Wo? Auf Sören’s Twitchaccount: SoerenKohlhuber, https://www.twitch.tv/soerenkohlhuber

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Samstag, 23.05.2020, 20 Uhr
1. Autonomer Antifa Radio Podcast!

Nazis, Corona, Repression – In Koblenz geht der Punk ab!
Für knapp 90 Minuten gibt es abwechslungsreiches Programm aus aktuellen politischen Themen, Events und spannenden Geschichten aus der Region zusammen mit guten Musikbeiträgen und den ein oder anderen News.

WO? Infos zum Stream und Download, erhaltet ihr in Kürze auf Facebook, Instagram oder der Homepage

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Aktivismus trotz Corona!

Ob Zuhause oder in den Straßen: Bleibt aktiv!
Gerade jetzt ist die Zeit, sich kreative Protestformen, Skills im Transpi malen & Co anzueignen. Also runter vom Sofa & legt los!

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Identitäre Bewegung in Koblenz! (Indymedia-Gastbeitrag)

Seit Anfang August gibt es in Koblenz eine Telegram Gruppe mit dem Namen „Patrioten Koblenz“. Diese dient seit Beginn an als Sammelbecken für Rechtsextreme jeglicher Art. In der Gruppe befinden sich neben selbsternannten Patriot*innen auch Kader der NPD, Identitären Bewegung (IB) oder Personen aus dem Umfeld des verbotenen „Aktionsbüro-Mittelrhein“ (ABM).
Der Administrator dieser Gruppe (Thulean-Warrior) (1) ist laut eigener Aussage zu dieser  Zeit bereits aktives Mitglied in der IB Ortsgruppe Köln, wo er zu dieser Zeit auch lebt.
Kurze Zeit später (September/Oktober) zieht er in seine „Heimat stadt“ Koblenz (2). Die Telegram Gruppe Patrioten Koblenz fungiert also als Rekrutierungsbecken für die Identitäre Bewegung, die in Koblenz in den letzten Jahre nicht organisiert aktiv war. Lediglich im Umfeld des Westerwald-Vorsitzenden der Jungen Alternative (JA) Justin Cedric Salka gab es einige Bemühungen IB-Aktivitäten auch im Umland von Koblenz zu starten u.a. Störaktionen gegen den Christopher-Street-Day in Koblenz 2017 oder eine Wanderung von Identitären, die ein schnelles Foto am Deutschen Eck in Koblenz schossen.
In der Telegram-Gruppe „Patrioten Koblenz“ sind mittlerweile bis zu 80 Personen mitlesend, wovon sich jedoch lediglich nur  ca. 15-20 Personen unregelmäßig zu Wort meldet. Es ist eindeutig zu erkennen, dass es sich bei den 80 Personen größtenteils um Rechte handelt, welche nicht direkt in Koblenz sondern teilweise mehrere hundert Kilometer entfernt wohnen.
In Koblenz selbst fielen zunächst nur der Admin und ein ca. 30 Jahre alter Begleiter durch das Aufkleben von rechtsextremen Stickern der IB und Patrioten Koblenz auf.
Bei dem Begleiter, der mehrfach aggressiv Personen bedrohte, handelt es sich um den ebenfalls sehr rege aktiven Telegram-User „El Mar“ aka „Elmar Schmidt“, ein Pseudonym. Die Person „Elmar Schmidt“ ist Sänger der rechten, sexistischen und  gewaltverherlichenden Electronic-Black-Metal Band „Centhron“, die nicht in Koblenz angesiedelt ist. Dies ist allerdings represäntativ für das Gedankengut des angeführten „IB-sters“.

Nach einiger Zeit wurden gewisse „Sticker-Routen“ erkennbar, welche sich immer wieder zwischen Hauptbahnhof und Altstadt sowie Rhein- und Moselpromenaden befanden.
Auch wurde mit Beginn des Jahres 2020 ein kleiner Zuwachs an Personen verzeichnet. Nun bewegten sich neuerdings häufiger eine Vier-Personengruppe durch die Innenstadt. Bei den beiden weiteren Personen handelt es sich um relativ junge Menschen (ca. 20 Jahre alt), etwa 1,80-190m groß mit kurzgeschorenen Haaren.
Auch wurden Plakate der Identitären Bewegung zusätzlich zu den hauseigenen Patrioten Koblenz Stickern angebracht. Diese konnten meist unmittelbar von aufmerksamen Anwohner*innen entfernt werden, wobei es auch zu Bedrohungen und versuchten Übergriffen durch die „Heimatverliebten“ kam. Ende Februar wurden sechs Personen, darunter die vier bekannten IB’ler, bei einer Veranstaltung der AfD-Koblenz auf der Karthause gesehen. Bei dieser Veranstaltung wurde ihnen jedoch der Einlass verwehrt, was vermutlich nicht an persönlichen ideologischen Differenzen (die so different gar nicht sind), daran lag, dass jene Veranstaltung bereits 75 Minuten lief. Fabian Becker, der in Ausschüssen für die AfD-Fraktion im Koblenzer Rathaus sitzt, nahm bereits 2019 gemeinsam mit anderen Patrioten und Identitären an einem „Stammtisch von Patrioten“ in Koblenz teil.
Auch er war bei der Veranstaltung der AfD auf der Karthause anwesend und fiel durch nervöses herumtelefonieren kurz vor dem Eintreffen der Identitären vor dem Gebäude auf. Am selbigen Abend schritt die identitäre Kleingruppe dann in den Stadtteilen Arenberg und Immendorf wieder zur Tat und verteilte dort Flyer der IB in Briefkästen.

„Thulean Warrior“, der Admin und Dreh-/Angelpunkt der Patrioten Gruppe, trat dabei immer wieder als Redelsführer auf und Schritt demonstrativ auf. Er ist ca. 25 Jahre alt, 1,70 – 1,75 m groß, hat längere schwarze Haare und einen gleichfarbigen Bart (3). In der Vergangenheit war er nicht nur in der IB-Ortsgruppe Köln aktiv, sondern nahm auch an Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet teil (u.a. bei der durch Antifaschist*innen verhinderten „Groß-Demo“ in Halle 2019 (4)). Zuletzt startete ein Twitter Account unter dem Namen Identitäre Bewegung Koblenz. Wieder beteiligt – Thulean.
Alles in allem ist klar, dass diese Gruppe nicht nur weitere Menschen mit ihrer rassistischen, hetzerischen Propaganda zu erreichen versucht, sondern auch Gewalt nicht ablehnt.

Wenn ihr mehr Informationen über auffällige Personen oder zur Identitären Bewegung/ Patrioten Koblenz habt, sendet diese gerne per Mail an nazis_outen_ko@riseup.net
(auch als veschlüsselte Kommunikation mit PGP -Key möglich)

Passt auf euch auf:
 Identitäre aus der Deckung holen !

 

 

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(Kein) Tag der deutschen Zukunft (TddZ) in Chemnitz!

Am 01.06.2019 waren wir mit einer großen Gruppe Genoss*innen aus dem ganzen Land unterwegs in Chemnitz zur Demo gegen den „Tag der deutschen Zukunft“.

Der Naziaufmarsch konnte nach 170 Teilnehmer*innen in Goslar 2018 dieses Mal lediglich 250 Nazis mobilisieren, was die Rechten, so zu sehen beim Redebeitrag von Michael Brück (1. Bundesgeschäftsführer DIE RECHTE Dortmund), als Misserfolg werteten, da sie in Chemnitz nach den vergangenen Geschehnissen mit einem Heimspiel rechneten.
Dass es nicht zu tausendfacher Mobilisierung kam, ist natürlich positiv zu bewerten, allerdings blieb der Widerspruch in Chemnitz Sache der (organisierten) Antifaschist*innen. Ein Grund für dieses fehlende Mobilisierungspotenzial dürfte der breit angekündigte Gegenprotest gewesen sein, ein weiterer ist jedoch im elitären Habitus der TddZ-Organisatoren zu suchen, die sich durch ihr militantes und plakatives Auftreten und das zur Schau tragen direkter NS-Bezüge für bürgerliche Anschlüsse untauglich machen. Diese führten in den vergangenen Vorfällen in Chemnitz zu Massenmobilisierungen und ließen die extreme Rechte so schlagfertiger wirken, als sie es scheinbar tatsächlich ist.
Das Bürger*innenfest zeigte sich bunt und tolerant, mit der direkten Konfrontation hatte die CDU-geführte Regierung jedoch wieder einmal nichts zu tun. Auch Chemnitzer*innen zeigten nur an wenigen Stellen mit Transparenten und Solidaritätsbekundungen Flagge, ansonsten spielte sich bei Eis-Essen und Stadtspaziergang das ganz normale bürgerliche Leben in Chemnitz ab, während rechtsterroristische Strukturen die Szenebühne nutzen wollten.

Rund 2.000 Antifaschist*innen, darunter ein organisierter schwarzer Block von ca. 200 Menschen konnte das Bündnis Chemnitz Nazifrei den Nazis dann tatsächlich entgegenstellen. Die Polizeiführung lies die Gegendemo sehr nah an das Nazibündnis ran, sorgte jedoch mit einem Aufgebot der Spezialklasse (BFE+, USK, BFE, mehrere Hundertschaften aus Niedersachsen, Sachsen, BaWü und NRW waren zu sehen) für eine rigorose Trennung der Lager.
An manchen Stellen, und hier müssen wir als organisierte Antifas die Latte der Selbstkritik (und da nehmen wir uns selbst nicht aus) anlegen, wären allerdings durch einen gut organisierten und vor allem konsequent handelnden Schwarzen Block mehr Durchbrüche möglich gewesen. Klar, es gibt da ein Risiko. Es wird Verhaftungen und Verletzte geben. Wenn wir uns als revolutionär und militant beschreiben und dies in unseren Parolen, wie auch in Chemnitz, auf die Straße tragen, müssen wir dieses Risiko allerdings eingehen, um schlagkräftig Naziveranstaltungen zu zersprengen und der Staatsmacht die Zähne zu zeigen. Wollen wir das nicht, so können wir in Zukunft zumindest die revolutionären Parolen sein lassen. Gleiches gilt für die Möglichkeit, Faschos bereits bei Ihrer Anreise anzugreifen und an der Weiterfahrt zu hindern. Hier darf nicht gezögert werden!

Auch einige Köpfe aus dem Umfeld des Aktionsbüros Mittelrhein (ABM) zeigen sich aktiv, wenn diesmal auch weniger selbstbewusst. Christian Häger (Angeklagt im ABM-Prozess, jetzt auch Vorsitzender der NPD-Jugend „Junge Nationalisten“ JN) glänzte mit einer improvisierten und wenig ehrgeizigen Rede („Ja Symbol, auf die Straße stellen, blah“). Außerdem führte er Ordnertätigkeiten aus. https://www.flickr.com/photos/soerenkohlhuber/47985708326/in/album-72157708886802012/

Sven Skoda (Angeklagt im ABM-Prozess, 2. Bundesgeschäftsführer DIE RECHTE Dortmund), war ebenfalls sehr stolz bei Rede schwingen, sah dabei äußerst schlecht gelaunt und ängstlich aus. Dennoch verkündete er nicht weniger als „Den Widerstand bis zum Tod oder bis zum Tod dieses Systems“. Er ist im Gegensatz zu Häger mittlerweile ziemlich rund und trägt mit grimmigem Blick in Richtung Gegendemo die deutsche Faulpelzplauze zur Schau.https://www.flickr.com/photos/soerenkohlhuber/47985619613/in/album-72157708886802012/
So wie die beiden momentan aussehen, dürfte das Ende ihres Widerstands ihnen näher sein als der Endsieg. Insgesamt sprach die Haltung vieler Neonazis an diesem Tag Bände.

Nichtsdestotrotz möchten wir uns für eine alles in allem gute Orga, die schnelle und unkomplizierte sowie sichere An- und Abreise gewährleistete, bei den verantwortlichen Gruppen und Genoss*innen genauso möchten wir bei den örtlichen Chemnitzer Antifaschist*innen für eine kämpferische und solidarische sowie zahlenmäßig weit überlegene Gegendemonstration bedanken! ♥

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Spontandemo gegen die Polizeieinsätze im Hambacher Forst – Klima retten bedeutet Kohle angreifen!

Am Freitag kam es anlässlich des Polizeieinsatzes im Hambacher Forst zu einer spontanen Demonstration.

Einige Aktivist*innen aus unterschiedlichsten Gruppen und Strömungen taten sich zusammen, um gegen die gewaltsame Räumung eines der letzten Mischurwälder Europas ein Zeichen zu setzen.

Der Hambacher Forst ist seit Jahren ein Symbol im Kampf gegen den Klimawandel. (nähere Infos hier: https://hambacherforst.org/)

RWE will den Forst trotz oder gerade wegen dem nahenden Kohleausstieg roden, um an die darunter liegende Kohle zu kommen und sie in Geld zu verwandeln.

Kohlestrom könnte bereits jetzt überflüssig sein.

Wir können uns nicht auf Staat und System verlassen, den Klimawandel aufzuhalten – wir alle müssen dafür eintreten. Sei es mit unseren Körpern.

Solidarität geht raus an die Kämpfer*innen des Hambacher Forsts! Wer Zeit hat kann sich jetzt dem Kampf anschließen – bevor es zu spät ist! Auf in den Hambacher Forst! Klima retten heißt Kohle angreifen!

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CSD in Koblenz – Liebe ohne Grenzen – Oder: Keine Toleranz der Intoleranz.

Die Antifaschistische Aktion Koblenz hat sich heute in vielerlei Hinsicht beim CSD Koblenz eingebracht. Es ist eine lange Tradition, dass auch antifaschistische Gruppen für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Transsexuellen, Bisexuellen und anderen nicht heteronormativen Menschen eintreten. Daher sind auch wir aktiv geworden.

Nicht alle waren von unseren Aktionen begeistert, daher möchten wir einige Worte dazu verlieren.

Zuerst einmal haben einige Genoss*innen die Pride-Parade mit einem tollen Bannerdrop versüßt – vom Dach des Löhr-Centers wurde eine 3x2m große Regenbogenflagge ausgerollt, verbunden mit einer Fahne der antifaschistischen Aktion. Garniert wurde das Ganze mit Rauch in den Farben des Regenbogens.

Des Weiteren gibt es eine sehr unschöne Sache, die wir konsequent beantworten mussten.
Während bundesweit, weltweit queere, homosexuelle, bisexuelle, transsexuelle Genoss*innen gegen die AfD und andere Rechtspopulisten und Konservative ankämpfen, da diese die errungenen Rechte für eben jene zurückdrehen wollen (Kampf gegen den „Genderwahn“ und die Finanzierung von Gender-Studies, Kampf gegen gleichberechtigte Eheschließung, Adoptionsrecht etc.), hat sich die Organisation des CSD Koblenz dafür entschieden, auch Joachim Paul, Stadtratsmitglied der AfD Koblenz und Schriftführer der Rheinland-Pfälzischen Landtagsfraktion der AfD, zu einer Podiumsdiskussion einzuladen. Paul ist nicht nur einer der führenden Köpfe der AfD RLP, sondern auch noch Mitglied der Burschenschaft der Raczeks zu Bonn – diese hatte auf sich aufmerksam gemacht, indem sie einen Ariernachweis, sprich eine „Blutreinheit“ der Deutschen Burschenschaftsmitglieder als Aufnahmekriterium gefordert hatte. Burschenschaften gelten bis heute als der Inbegriff toxischer Männlichkeit, wo meist weiße Cis-Männer sich ihrem ausgedienten Machoverhalten noch unbedarft hingeben dürfen.

Und nun wird eben dieser Mensch zu einer Podiumsdiskussion auf dem Christopher Street Day Koblenz eingeladen. Einer Parade, einem Tag der Rechte für Personen die anders lieben als der Heteronormative Zustand, der von vielen Menschen durch konsequente und entschlossene Kämpfe gegen Konservative wie Joachim Paul erkämpft wurden. Einer Parade, die ausgerechnet „Liebe ohne Grenzen“ heißt – während aufgrund der Politik der AfD queere Refugees nicht mehr sicher Schutz vor Verfolgung in Deutschland erhalten.

Auch in der antifaschistischen Aktion zählt der Kampf für die Gleichberechtigung aller Menschen zu einem der Grundgedanken – und viele Menschen aus unserer Bewegung waren an den historischen Erfolgen beteiligt. Für diese Menschen und andere Aktivist*innen ist es ein Schlag ins Gesicht, einen solchen menschenverachtenden und aktiv gegen die Gleichberechtigung aller angehenden Politiker zum CSD einzuladen.

Ihm dabei eine Bühne zur Verharmlosung und Vertuschung seiner Ansichten zu liefern („Der hat doch auf dem CSD gesprochen, so schlimm kann der ja gar nicht sein“) ist eine Farce und widerstrebt jeglichen antifaschistischen Bemühungen aufs Schärfste. Auf der Bühne hat er diese Ansichten ja dann acuh gleich offen gezeigt: Er lehnt einen Queerbeauftragten, eine Antidiskriminierungsstelle und die Ehe für alle ab.

Wir haben uns daher entschlossen dies nicht zu tolerieren und konsequent zu handeln – Joachim Paul durfte sein schickes American Eagle Polo mit einigen lila Farbspritzern aus einem Farbbeutel verschönern, um wenigstens optisch besser ins Bild zu passen, wenn er es inhaltlich schon nicht tut. Während seines Bühnenauftritts gab es lautstarken Protest gegen ihn und seine Partei.

Wir werden auch in Zukunft konsequent mit solchen politischen Fehlentscheidungen umgehen, und unsere eigenen Antworten darauf finden, wenn Faschisten sich dank demokratischer Legitimierung den Tarnumhang anlegen können.

Wir bedauern einerseits, dass durch die Aktion der Auftritt von Joachim Paul weit mehr im Gespräch ist, als die anderen, für die Community und ihre Menschen wirklich wichtigen Dinge. Allerdings hoffen wir, durch den regen Zuspruch aus der LGBTQI*-Community und die hohe Aufmerksamkeit mehr kritische Blicke für die Destruktivität einer solchen Einladung zu gewinnen.

Im nächsten Jahr kann man es sich ja dann nochmals überlegen, ob man wirklich Menschen zu einem solchen Kampftag einladen muss, die die erkämpften Rechte aktiv beschneiden wollen. Zumindest dabei hat Joachim Pauls Auftritt für Klarheit gesorgt.

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Gedenkwochen zum 26. Todestag von Frank Bönisch der Initiative „Kein Vergessen“ unter Beteiligung des Antifaschistischen Netzwerks Koblenz (ANK)

Gestern vor 26 Jahren: Ein Neonazi erschoss Frank Bönisch, weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Im Rahmen der Initiative Kein Vergessen fand am Zentralplatz, dem Ort des Geschehens, eine Mahnwache mit Infoständen statt. An einem Zaun des Gedenkens wurde auf weitere Todesopfer rechter Gewalt hingewiesen und ihre Schicksale thematisiert. Mit Kerzen, einer Schweigeminute und einer kurzen Ansprache wurde Frank Bönisch und den über 180 weiteren Todesopfern rechter Gewalt seit 1990 gedacht.

Organisiert wurde die Veranstaltung von ANK – Antifaschistisches Netzwerk Koblenz und der VVN Koblenz.

An der Gedenkwand wurden die 193 Todesfälle durch rechtsradikale Gewalt seit 1990 gezeigt. Die Fälle entstammen der Listes des Opferfonds CURA – für Betroffene rechter Gewalt der Amadeu Antonio Stiftung.

Lediglich rund 80 dieser Fälle sind von der Bundesregierung anerkannt – trotz oftmals eindeutiger Tatmotive durch rechtsradikale Täter.

Die Fälle können einzeln hier nachgelesen werden: http://www.opferfonds-cura.de/za…/todesopfer-rechter-gewalt/

Für antifaschistische Arbeit konnten einige Spenden generiert werden und man kam durch die auffällige Wand mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt, die die Geschichte von Frank Bönisch noch nicht kannten.

Im nächsten Jahr wird das ANK versuchen, die Wand als eine länger andauernde Installation auf den Zentralplatz zu bringen.

Die Mahnwache war der Abschluss einer Veranstaltungsreihe der Initiative „Kein Vergessen“ zum Thema, die wie jedes Jahr über Sachverhalte der damaligen und heutigen Rechten Szene aufklärte:

„Die AfD und die soziale Frage. Zwischen Marktradikalismus und ›völkischem Antikapitalismus‹.“
am 16.08.2018 um 19:30 Uhr
https://www.facebook.com/events/243427016446536/

„Rechte Gewalt, Abwertung von Obdachlosen und die Zivilgesellschaft“
am 21.08.2018 um 19 Uhr
https://www.facebook.com/events/1646946975416269/

„Die extreme Rechte & Neonazismus in Rheinland-Pfalz: Zwischen Kontinuität und Wandel.“
am 23.08.2018 um 19:30 Uhr
https://www.facebook.com/events/1912024282428363/

„Mahnwache zum Todestag von Frank Bönisch – Kein Vergessen!“
am 24.08.2018 von 16 bis 19 Uhr
https://www.facebook.com/events/237409250240306/

Ausführliche Infos aller Veranstaltungen auf unserer Homepage: http://initiativekeinvergessen.blogsport.de/

Weiter geht es mit „Thekenabend im Haus Metternich: Werde Stammtischkämpfer*in gegen Rassismus!“
am 27.09.2018 um 18 Uhr
https://www.facebook.com/events/2090691637852530/

Zum Hintergrund:
24. August 1992, Zentralplatz Koblenz: Ein Neonazi schießt mit einer Schusswaffe auf eine Gruppe von Menschen.
Der Zentralplatz war Treffpunkt für Wohnungslose, Punks, Alternative und drug-user_innen. Der Neonazi schoss das Magazin der Waffe leer und wollte möglichst viele Menschen umbringen.
Frank Bönisch wird tödlich getroffen und stirbt noch vor Ort. Weitere Menschen werden angeschossen, darunter auch ein Passant, der dem fliehenden Täter hinterhereilte.
Seit 2011 setzt sich die Initiative Kein Vergessen Koblenz mit der Tat und den gesellschaftlichen Hintergründen auseinander.
So war der Zeitpunkt kein Zufall: zeitgleich fanden die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen statt. In der Gesellschaft gab es eine nationalistische Aufbruchstimmung und einen Rechtsruck, die Folge war eine Verschärfung der Asylgesetze.
Auch 2018 findet wieder eine Veranstaltungsreihe statt. In fünf Veranstaltungen werden der Mord an Frank Bönisch, der Umgang mit rechter Gewalt und der aktuellen Rechtsruck thematisiert.

An den Veranstaltungen sind 2018 folgende Organisationen und Einrichtungen beteiligt:
ANK – Antifaschistisches Netzwerk Koblenz​
AStA Hochschule Koblenz
AStA Universität Koblenz​, Referat für politische Bildung
Beirat für Migration und Integration der Stadt Koblenz​
Circus Maximus​
DGB Region Koblenz​
Die Schachtel e.V.
Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich​
SJD – Die Falken Stadtverband Koblenz​
Türkische Gemeinde in Rheinland-Pfalz e.V.​
ver.di​


Vor einigen Wochen wurde die Gedenkplatte für Frank Bönisch verschandelt. Auch während der Gedenkminute kam es durch eine vereinzelte Person, die genau wusste, warum wir vor Ort waren, zu Störversuchen, die konsequent unterbunden wurde. Als er nicht gehen wollte und ihm mit einigen klar untermalten Anweisungen die Richtung gezeigt wurde, bezeichnete er dies als linke Gewalt.
Auch in Koblenz also scheint das Erinnern an die Opfer rechter Gewalt noch für Protest bei manchen Menschen zu sorgen. Welche politische Ansichten diese haben, müssen wir also gar nicht mehr weiter erörtern.

Haltet die Augen auf! Wer Zeug*in geworden ist oder etwas weiß, kann sich über die E-Mail-Adresse auch verschlüsselt bei uns melden.

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+++ Salafistische Strukturen in Koblenz aktiv +++

Die Genoss*innen von Refugees Solidarity Koblenz haben mit der Salafismus-Expertin Sigrid Hermann-Marschall eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Islam, muslimische Communities und lokale islamistische Strukturen“ für Ehrenamtliche und Hauptamtliche Helfer*innen, sowie Geflüchtete und Muslime/Muslima im Allgemeinen abgehalten.

Dabei wurde klar aufgezeigt, dass die Abu Bakr Moschee, der Träger „Verein der islamischen Kultur in Koblenz“ und der „Verband der Islamischen Studierenden in Koblenz“ fundamentalistische Züge innehaben.

Durch die Fortbildungsveranstaltung, für welche Frau Hermann-Marschall ausführliche Analysen der islamischen Gemeinden in Koblenz durchgeführt hatte, wurde auch der SWR auf die Strukturen aufmerksam und recherchierte. Die Ergebnisse gibt es nun in einem Bericht des SWR und in zwei Blogbeiträgen von Frau Hermann-Marschall. Sie zeigen klare islamistische Positionen, es wird von „Siegen des Islams“, Ablehnung der Gewaltenteilung und der Trennung von Religion und Staat gesprochen. Die Moschee und ihr Vorsitzender Haikel Ben-Amor betreuen Flüchtlinge – Haikel Ben Amor sogar hauptamtlich in seiner Stelle bei der Außendienstakademie Koblenz.

Wir fordern eine klare Positionierung der Stadtgemeinschaft zu diesen Strukturen und Unterstützung für alle, die sich diesen Ideologien in den Weg stellen.

Gegen jeden Faschismus!

SWR-Bericht: https://www.swr.de/swraktuell/rp/verfassungsschutz-sieht-klare-bezuege-zu-salafismus-koblenzer-moschee-unter-beobachtung/-/id=1682/did=21170330/nid=1682/oc11js/index.html

Blogbeiträge aus dem Seminar:
Koblenz: Muslimbrüder und Co. I

Koblenz: Muslimbrüder und Co. II

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+++ Wichtige Infos zu einer Veranstaltung der Querfront in Koblenz am 05.03.2018 im Odeon-Apollo in Koblenz +++

Nachdem ein Genosse uns auf eine Veranstaltung im Odeon-Apollo Kino in Koblenz aufmerksam gemacht hat, haben wir etwas näher recherchiert und wollen alle wichtigen Informationen mit euch teilen.
Am 05.03.2018 soll um 20 Uhr im Odeon-Apollo Kino in Koblenz eine Veranstaltung mit dem Verschwörungstheoretiker Hermann Ploppa stattfinden.

Ploppa ist Autor und hat mit einem Buch viel Aufmerksamkeit und sprudelnde Geldquellen generiert, das den folgenden Titel trägt:
„Hitlers amerikanische Lehrer – die Eliten der USA als Geburtshelfer des Nationalsozialismus“
In diesem Buch führt Ploppa vermeintlich auf, wie die NS-Diktatur maßgeblich durch amerikanische Eliten finanziert und ideologisch vorbereitet wurde. Auch die nationalsozialistische Rassenlehre stammt demnach in ihren Gründzügen aus der Feder von amerikanischen Eliten.
Diese Schuldumkehr von alliierten Befreiern und nationalsozialistischen Tyrannen ist schon einmal der erste Indikator, mit wem man es da zu tun hat.

Doch was findet sich über diesen Hermann Ploppa noch heraus?
Ploppa ist auf dem Channel des antisemitischen Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen) omnipräsent. So veröffentlichte Jebsen mindestens fünf Interviews mit Ploppa
(1) https://www.youtube.com/watch?v=5ZbqBUDWbMg
(2) https://www.youtube.com/watch?v=AsaOURTJmjw
(3) https://www.youtube.com/watch?v=w7WkHnpz4gk
(4) https://www.youtube.com/watch?v=ftKjE9yKz4o
(5) https://www.youtube.com/watch?v=gg4g9QdtcI0

Auch interessant ist, wer so über Ploppa (wohlwollend) schreibt. Hauptsächlich sind dies rechtsgerichtete, querfrontlerische und vermeintlich humanistische Portale, die sich meist mit Elitenverschwörungen befassen, aber auch klar rechte Seiten:
(1) Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=25285
Kritik dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/NachDenkSeiten
http://www.taz.de/!5242175/

(2) Rubikon: https://www.rubikon.news/autoren/hermann-ploppa
http://www.deutschlandfunk.de/das-magazin-rubikon-journalistischer-grenzgaenger.2907.de.html?dram:article_id=390378

(3) Der rechte und querfrontlerische KOPP-Verlag von Jürgen Elsässer
https://www.kopp-verlag.de/Die-Macher-hinter-den-Kulissen.htm?websale8=kopp-verlag&pi=A3214652
Kritik dazu: http://www.spiegel.de/wirtschaft/verschwoerungstheorien-der-kopp-verlag-macht-geschaefte-mit-der-angst-a-967704.html

Nun soll eben dieser Ploppa sein neuestes Buch mit dem Titel „Die Macher hinter den Kulissen – wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“ vorstellen und diskutieren dürfen.

Links zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/sabienejahn/posts/10210425235659122
http://www.odeon-apollo-kino.de/event/64783

Interessant ist, wer hinter der Veranstaltung steht. Sabiene Jahn, Gründungsmitglied der „Human Connection“ und vermeintlich auch eine Mitorganisatorin der Friedensmahnwachen in Koblenz, scheint federführend verantwortlich zu sein: https://www.facebook.com/sabienejahn/posts/10210425235659122

Über Frau Jahn ist in der Stadt vor allem bekannt, dass sie eine sehr empathische und freundliche Frau ist, die momentan ihre Fühler in so ziemlich alle linken Veranstaltungen und Gruppen streckt und wohl auch bei der Linken Koblenz öfters zu Gast ist.
Zumindest aber scheint ihre Verbindung zur Druschba-Bewegung (zu deutsch: Freundschaft, übersetzt aus dem Russischen) mehr als problematisch (Siehe Foto 1 + 2 und folgender Link: https://www.facebook.com/sabienejahn/posts/10210232994253207) .

Die Druschba-Bewegung organisiert Fahrten von Deutschland nach Russland, vermeintlich mit dem Ziel die Freundschaft zwischen den beiden Nationen zu stärken. Der NDR hat dazu recherchiert und sieht klare Belege dafür, dass dort anti-westliche Propaganda verbreitet wird. (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Unkritische-Berichte-Wenn-Frieden-fuer-Propaganda-missbraucht-wird,russland1106.html)

Die Nachtwölfe, eine politische Organisation von Rockern, die Regimetreu sind und bei der Annexion der Krim aktiv beteiligt waren, gehören ebenfalls zu den Druschba-Fahrten und eskortierten beispielsweise eine Gruppe in Russland. Sie gründen in Deutschland vermehrt Chapter um den Einfluss Russlands in Deutschland zu erhöhen (https://www.vice.com/de/article/qbmg4x/putin-biker-nachtwoelfe-gruenden-chapter-in-berlin)

Auch bei Druschba scheint Ken FM beteiligt zu sein, wie der NDR berichtet. Damit schließt sich auch der Kreis zwischen Jebsen, Jahn und Ploppa. Ebenfalls Erwähnung findet im NDR-Bericht Owe Schottauer, der mit reißerischen Parolen gegen die Lügenpresse hetzt und Druschba ebenfalls unterstützt. Er scheint ein direkter Bekannter von Sabiene Jahn zu sein (Siehe Foto 3)

In Kommentaren unter dem Post freut sich außerdem auch Guido Ciburski über die Veranstaltung (Siehe Foto 4), der mit Ploppa und Jahn danach seinen Geburstag feiern will, auch hier scheint es enge Verbindungen zu geben. Ciburski war maßgeblich daran beteiligt, KOPP-Chefredaktuer und ideologischen Vorreiter Jürgen Elsässer nach Koblenz zu holen (ein weiterer Kreis, der sich schließt) und Montagsmahnwachen zu organisieren, die durch Protest und wenig Beteiligung schnell wieder aufgegeben wurden (https://www.youtube.com/watch?v=u7p60Id3jIg , https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/koblenz_artikel,-demonstration-gegen-auftritt-von-juergen-elsaesser-auf-friedensparty-in-koblenz-_arid,1201066.html https://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-interview-mit-organisator-guido-ciburski-dahinter-steckt-die-nsa-_arid,1150619.html).

Er wird bei Friedensdemo-Watch wie folgt beschrieben: „Ciburski ist ein relativ offen rechter Aktivist aus dem Mahnwachenspektrum. Er ließ beinahe den gesamten Friedenswinter platzen, als er einen Antrag stellte, die Distanzierung vom Rechtspopulisten Jürgen Elsässer aufzuheben.“ (http://friedensdemowatch.blogsport.eu/2016/10/08/oktober3/). Er organisierte in Berlin die kleinere von zwei Demonstrationen am 08.Oktober 2016, die den Friedensmahnwachen angeschlossen waren und hart antisemitische, antizionistische und antiamerikanistische Propaganda verbreiteten. Mitorganisator war Frank Geppert von Endgame oder „Patriotische Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes“.

Es bleibt also zusammenzufassen, dass die Organisator*innen, wie auch die Bewunderer und der Autor selbst ein durchaus beschränktes, antiamerikanisches Weltbild zu haben scheinen, das sich durch eine Feindseligkeit gegenüber amerikanischen Eliten und westlicher Presse auszeichnet. Sie versuchen unter dem Deckmantel der Friedensbewegung und humanistischer Positionen versteckte Ideologien durchzubringen. Wir sollten uns fragen, ob wir das in unserer Stadtgemeinschaft wollen und rufen alle emanzipatorischen Kräfte und Menschen in Koblenz auf, das genau zu beobachten, zu hinterfragen, zu kritisieren und notfalls zu vertreiben.

Posted in General | Kommentare deaktiviert für +++ Wichtige Infos zu einer Veranstaltung der Querfront in Koblenz am 05.03.2018 im Odeon-Apollo in Koblenz +++

Remagen – zentrale Akteure weiterhin aktiv – ehemalige ABM-Mitglieder weiterhin selbstbewusst

Am 18.11.2017 lief zum neunten Mal die Speerspitze der neonazistischen Szene in Deutschland in Remagen.
Ein widerlicher Aufmarsch von Personen mit einem verdrehten Geschichtsverständnis und klarer rechtsradikaler Ausrichtung.
Von dem Neonaziaufmarsch wurden uns Fotos zugespielt, diese zeigen, dass einige wichtige Akteure weiterhin sehr aktiv sind.
Auffällig ist außerdem, dass kaum Gruppensymboliken auf Kleidung gezeigt werden – entweder man will hier eine klare Einheit präsentieren, oder man versucht die Zugehörigkeit zu bestimmten Strukturen nicht mehr so offen zeigen, um die Nachvollziehbarkeit schwerer zu machen.

Zu den Akteuren:
Auf den Fotos werden einige wichtige Akteure der Remagener Vergangenheit, außerdem des ehemaligen Aktionsbüro Mittelrhein sichtbar.

1. Sven Skoda –Führender Düsseldorfer Neonazikader, Mitangeklager im Prozess um das Aktionsbüro Mittelrhein (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorfer-neonazi-in-u-haft-aid-1.2753694), führte auch diesmal wieder eine leitende Funktion beim Aufmarsch in Remagen aus. Viele Bilder zeigen ihn beim Begrüßen einzelner Gruppierungen, mit Mikro in der Hand beim Reden etc.

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37699434575/in/album-72157688805005351/ – Sven Skoda mit Kappe bei der Aufstellung der Demo

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37703896795/in/album-72157688805005351/ Sven Skoda bei einer Rede nahe der schwarzen Madonna

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37699510455/in/album-72157688805005351/ Sven Skoda bei Begrüßung anderer Demoteilnehmer – links im Bild: Christian Häger, ehemaliger Vorsitzender des Aktionsbüro Mittelrhein

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/24715596958/in/album-72157688805005351/ Sven Skoda im Gespräch mit Christian Häger und anderen Neonazis

2. Christian Häger – ehemaliger Vorsitzender des Aktionsbüros Mittelrhein, Mitangeklagter im Prozess ums ABM, zeitweise Vorsitzender der NPD Mittelrhein, die nach Auflösung des ABMs als politische Zuflucht galt. Anmelder des Rudolph-Heß-Gedenkmarsches in Berlin-Spandau.
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/24716821798/in/album-72157688805005351/ Christian Häger (blaue Mütze) bei der Aufstellung der Neonazis
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37872607784/in/album-72157688805005351/ Christian Häger bei der Begrüßung anderer Neonazis

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37699510455/in/album-72157688805005351/ Christian Häger (blaue Mütze) beim Aufbau eines Versorgungstisches

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38559557512/in/album-72157688805005351/ Christian Häger bei einer Rede zum Auftakt.

3. Ralph Tegethoff –
Mitglied der Wiking-Jugend (verboten 1994), der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP, 1995 verboten) und der Heimattreuen Deutsche Jugend (HDJ, verboten 2009)
einer der bedeutendsten Nazikader in Westdeutschland
veröffentlichte mehrere Bücher, in denen Nazis aus Wehrmacht und SS glorifiziert werden
betreibt den Versand „Balmung Verlag + Ausrüstungen e.K“ aus Bad Honnef bei Bonn
– Der Versand handelt mit „Dekowaffen“ und NS-Antiquitäten
– Diese „Dekowaffen“ können per Youtube-Tutorial zu funktionsfähigen Waffen umgebaut werden
– Bei ihm trafen sich Nazis aus dem ABM-Spektrum, um Kampfsport zu trainieren und Koordinierungstreffen abzuhalten
– Tegethoff ist auch Kopf der Freien Kameradschaft Rhein/Sieg, auch bekannt als Sturm 8/12, eine Anlehnung an eine Einheit der SA
– In der Szene ist Tegethoff auch für Geländemärsche und Pfingstlager bekannt

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/26814375409/in/album-72157688805005351/ Ralph Tegethoff bei Aufmarsch, links im Bild, grüne Jacke, schwarze Mütze.

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37872730144/in/album-72157688805005351/ Tegethoff bei der Aufstellung der Nazis

4. Michael Brück – ehemals Nationaler Widerstand Dortmund, Mittlerweile Beisitzer des Bundesvorstandes der Partei „Die Rechte“ und stellvertretender Landesvorsitzender des Landesverbandes NRW, sitzt im Dortmunder Stadtrat

Unsere Mannschaft


http://www.dortmunds-rechte.com/aktivisten/

Brück führte außerdem den Internethandel antisem.it und war in Dortmund bei zahlreichen Aktionen der Neonazis involviert, so organisierte er viel Mahnwachen gegen Geflüchtete und beteiligt an der Besetzung der Reinoldi-Kirche in Dortmund.
https://www.derwesten.de/panorama/dortmunder-neonazi-zeigt-nach-kirchenbesetzung-pfarrerin-an-id209125365.html

Neonazi Michael Brück im Dortmunder Stadtrat


https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38534751866/in/album-72157688805005351/ – Michael Brück vor dem Banner von „Die Rechte – Rhein-Erft“ – grüne Hose, schwarze „The-North-Face“-Mütze

https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/24717305928/in/album-72157688805005351/ Brück bei der Aufstellung der Neonazis

5. Insgesamt wird das Auftreten unauffälliger, allerdings gibt es auch weiterhin eine offene Zurschaustellung von NS-Verherrlichung
Beispiel: Ein Nazi im Hitler-Look: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38559518632/in/album-72157688805005351/
18.11.2017 - Remagen

Offen getragene 88-er Shirts: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/24716868998/in/album-72157688805005351/
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/albums/72157688805005351/page2

Reconquista-Jacken: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38535113176/in/album-72157688805005351/

SS-Totenkopf-Tattoos: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/24719452638/in/album-72157688805005351/

6. Offensichtlich beteiligte Gruppierungen:

– NPD Rheinland-Pfalz – hier mit dem Landesvorsitzenden Markus Walter in der Mitte des Banners
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37875337094/in/album-72157688805005351/ Link zur NPD: http://www.npd-rlp.org/

– Mitglieder des Syndikats 52 (Düren, Heimberg, Aachen) – ehemalige Kameradschaft Aachener Land

„Syndikat 52“: Alte KAL-Strukturen im Raum Aachen, Düren und Heinsberg

beim Aufmarsch mit orangenem Syndikat 52 Emblem:
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/albums/72157688805005351/page1
18.11.2017 - Remagen

18.11.2017 - Remagen

– NPD Ingolstadt
https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/albums/72157688805005351/page2

– Verschiedene Gruppierungen (Die Rechte) aus Weinsberg Nordharz, Aachen
18.11.2017 - Remagen
18.11.2017 - Remagen
18.11.2017 - Remagen

– Die Rechte Rhein-Erft: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38533549156/in/album-72157688805005351/

– Rechte aus Neuruppin: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/37873898324/in/album-72157688805005351/

– Nationaler Widerstand Zweibrücken: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38590958571/in/album-72157688805005351/

– Die Rechte Dortmund: https://www.flickr.com/photos/157573807@N08/38558942942/in/album-72157688805005351/

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Zugtreffpunkt Remagen 2017 – Sammelpunkte in Mainz und Koblenz

Zum mittlerweile 9. Mal marschieren in Remagen Neonazis auf, die ganz viele Tränen vergießen möchten, weil ihr schönes Deutschland und die armen Nazis von den bösen Alliierten zurückgeschlagen und bekämpft wurden.
Es wird tatsächlich behauptet, die Deutschen wären die Opfer des 2. Weltkrieges gewesen, der Holocaust wird relativiert, geleugnet, oder sogar glorifiziert.
So eine Geschichtsverdrehung darf keinen Platz haben in der Öffentlichkeit und wenn Neonazis aufmarschieren ist es unsere Pflicht, dem etwas entgegenzusetzen.

Deshalb wird es am Samstag, den 18. November um 10:30Uhr eine Gegendemo in Remagen geben, die am Bahnhof startet.

Wir raten aus Sicherheitsgründen zu einer organisierten Anreise – in der Vergangenheit gab es des Öfteren Angriffe durch Neonazis auf Anreisepunkte.

Sammelpunkte für einen gemeinsamen Zugtreffpunkt mit den Genoss*innen aus Mainz sind:

07:45 – Treffen Hauptbahnhof Mainz – Abfahrt: 08:03
09:15 – Treffen Hauptbahnhof Koblenz – Abfahrt: 09:30

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